Der ca. 18,4 km lange Flussabschnitt zwischen der Haidlmühle und der Staatsgrenze nach Unterthürnau ist außergewöhnlich schön und abwechslungsreich.
 
Das Revier I/22 beginnt unterhalb der Wehranlage der Haidlmühle, rechts begleitet vom Historikersteig, links finden wir die Wälder der Ödstube mit dem Uhufelsen.
 Haidlmuehle
Am selben Ufer folgt bald darauf die Schlinge der Rollsteine mit felsigen Steilhängen. Einen Kilometer danach kommt man zur durch den Eisstoß im Frühjahr und die Flutkatastrophe im Sommer 2006 beschädigten Schrägwehranlage der "Oberen Pfinnigsteigmühle". Nach weiteren 200 Metern trifft man auf das durchbrochene Wehr der "Unteren Pfinnigsteigmühle". Der Betrieb beider Mühlen wurde bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts eingestellt.
Nach zwei Kilometer  anregender Flusslandschaft erreicht man Eibenstein mit der über dem rechten Ufer thronenden Burgruine, deren Bergfried weithin sichtbar ist.

Ruine Eibenstein
                                                 
Auch in Eibenstein finden wir die Thaya durch zwei Wehranlagen ehemaliger Mühlen und Sägewerke aufgestaut.
Auf den nächsten beiden Flusskilometern wird die Thaya linksufrig von der B30 begleitet. Bald taucht Schloss Primmersdorf mit dem dreigeschossigen barocken Schüttkasten auf. Das im Sommer 2005 durch Verfall durchgebrocheneWehr erinnert an das ehemalige Elektrizitätswerk.
Eine weit ausgreifende Schlinge, die linksufrig von Wald und rechts von Feldern flankiert wird, führt den Fluss wieder nahean die B30 heran.
Nach dem Rückstau durch das Wehr der Hofmühle, heute als Kleinkraftwerk in Betrieb, folgen weiter vier Wehre bis die Thaya das malerische Drosendorf, eine auf einer Umlaufkuppe der Thaya erbaute mittelalterliche Stadt, wieder verlässt.

Schloss Drosendorf

Charakteristikum ist die in ihren Grundzügen noch ungewöhnlich gut erhaltene, 1700 Meter lange Stadtmauer mit ihren Türmen und Zinnen. Erwähnenswert ist auch die am Fuße der Umlaufkuppe gelegene Altstadt Drosendorf.
Hier endet ein gewaltiger Rückstau, der durch die Wehranlage eines Kleinkraftwerkes in Unterthürnau begründet ist.
Nach der Brücke in Unterthürnau sind es noch zwei Kilometer bis zur Staatsgrenze zur Tschechischen Repuplik.